Konzeption

Bewegungskindergarten

Bewegung ist eine elementare Form des Denkens (Gerd E – Schäfer)

Als qualifizierter Bewegungskindergarten haben wir unsere Räumlichkeiten und Materialien so gestaltet, dass sie den Kindern vielfältige Bewegungsanreize bieten und die Freude an der Bewegung fördern und festigen. Im Innen- und Außenbereich finden die Kinder ein vielfältiges Bewegungsangebot, das auf ihre individuellen Bedürfnisse eingeht. Die Bewegung und die damit verbundene ganzheitliche Förderung nehmen einen wesentlichen Stellenwert in unserer täglichen Arbeit ein.


Praxisbeispiele aus unserer Kita

·         viel Freiraum

·         tägliche Nutzung des Bewegungsraumes und des Außengeländes

·         Bälle- und Bohnenbad

·         Trapeze, Podeste

·         verschiedene Fahrzeuge für den Innen- und Außenbereich

·         schiefe Ebenen

·         Waldtage

·         Schwimmen für die Maxis

·         Tanz-AG

Bewegung zählt zu den grundlegenden Handlungs- und Ausdrucksformen von Kindern. Sie ist eines der wichtigsten Mittel.
Über die Bewegung und die Wahrnehmung des Erlebten bauen sich sämtliche Hirnfunktionen auf, durch die das weitere Lernen erst stattfinden kann.

 

 

10 Bildungsbereiche

1. Bewegung
Das „Herzstück“ unserer pädagogischen Arbeit richtet sich schwerpunktmäßig auf die Bewegungserziehung, denn mit der Vermittlung von Bewegungsfreude kann man nicht früh genug beginnen. Wir geben den Kindern für ihre natürlichen Bewegungsbedürfnisse, orientiert an ihren Stärken und Schwächen, täglich vielfältige Möglichkeiten, Raum und Zeit.

2. Körper, Gesundheit und Ernährung
Dieser Bildungsbereich bietet in Verbindung mit Bewegung große Chancen, Kinder an ein gesundheitsbewusstes Verhalten heranzuführen. In unserer Einrichtung wird den Kindern ein vielfältiges, gesundes und abwechslungsreiches Frühstück angeboten. Durch unterschiedliche Brotsorten, Aufschnitt, Obst und Rohkost können die Kinder ihr Frühstück selbstständig zubereiten und variieren.

3. Sprache und Kommunikation
Die Sprachentwicklung des Kindes ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie steht in Zusammenhang mit der Lebenswelt des Kindes, den Beziehungen zu anderen Menschen, der Wahrnehmung und letztendlich mit der ganzheitlichen Entwicklung.

4. Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung
Soziale Beziehungen sind die elementare Voraussetzung eines jeden Bildungsprozesses. Erwachsene begleiten diesen Prozess, geben den Kindern Sicherheit, leisten Hilfestellung und Unterstützung.

5. Musisch – ästhetische Bildung
Musik, Rhythmik, Sprache und Bewegung gehören untrennbar zusammen. Musik ist eine sinnliche Sprache des Menschen und wesentlicher Bereich ästhetischer Bildung. Gemeinsames Singen und Musizieren machen Kindern Freude und fördern sie in sinnlicher Wahrnehmung.

6. Religion und Ethik
Ein wichtiger Aspekt unserer religiösen Erziehung ist das Umsetzen christlicher Werte im täglichen Handeln, Sinneszusammenhänge erfassen, die das „Ganze“ der Welt erschließen und Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu beantworten. Die christliche Glaubensvermittlung mit ihrer Spiritualität, den Ritualen und Gebeten soll für Kinder erfahrbar werden. Nicht nur an Hochfesten wie Advents- und Weihnachtszeit, Ostern und Pfingsten erfahren die Kinder etwas vom katholischen Glauben, sondern auch in den alltäglichen kleinen Lebenssituationen.

7. Mathematische Bildung
Unsere Welt steckt voller Mathematik und die Kinder erleben diese in den verschiedensten Spielbereichen. Im Kreativraum z.B. werden erste geometrische Formen und Muster aufgemalt, ausgeschnitten und gefaltet. Beim Klettern und Toben erfahren Kinder räumliche Perspektiven und auch im Bereich der Musik entdecken sie erste mathematische Strukturen.
Indem wir den Kindern im gesamten Kita-Alltag viele Möglichkeiten anbieten, Beziehungen zu entdecken, Strukturen und Regelmäßigkeiten zu erkennen, wird ihnen die Alltäglichkeit der Mathematik bewusst und sie erkennen, dass sie viel mit ihrer Lebenswelt zu tun hat.

8. Naturwissenschaftlich-technische Bildung
Kinder entdecken durch Begegnungen mit der Natur Zusammenhänge und sie beginnen, sie einzuordnen und zu verstehen. Bei unseren Waldtagen bekommen die Kinder ausreichend Gelegenheit, selbstständig zu forschen, Erfahrungen zu sammeln und sich kreativ mit Fragestellungen auseinanderzusetzen. Sie beobachten mit großem Interesse Vorgänge in ihrer Umgebung und staunen über die Ereignisse der Natur.
Naturwissenschaftliches Lernen kann in vielen Alltagssituationen aufgegriffen werden, z.B. beim kreativen Basteln mit Naturmaterialien, beim täglichen Spielen und Bewegen auf unserem Außengelände oder auch beim freien Experimentieren mit Wasser (Matschanlage, Umschütten von Flüssigkeiten usw.).

9. Ökologische Bildung
Im Vordergrund der ökologischen Bildung steht der achtsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Dazu benötigen Kinder Vorbilder von Erwachsenen, das Erleben intakter Lebensräume und praktische Projekte, die ihnen den Umweltschutz nahe bringen.

10. Medien
Die verschiedenen entwicklungsabhängigen Spielphasen sind eine permanente Entdeckungs- und Lernreise. Damit sich das Kind spielend und gestaltend entwickeln kann, benötigt es eine anregungsreiche Umgebung mit Materialien. Diese ermöglichen ihm Wahrnehmungserfahrungen zu machen und mit all seinen Sinnen aufzunehmen.

 

 

Inklusion

In unserer Tageseinrichtung Sankt Ludger bieten wir den Ansatz der *inklusiven Pädagogik (Inklusion) an, d.h. dass Kinder mit und ohne Behinderung oder von Behinderung bedrohte, gemeinsam den Kindergartenalltag verbringen. Sie spielen und lernen von- und miteinander. Die Aufmerksamkeit füreinander wird geweckt und fördert die Toleranz. Von Behinderung bedroht sind Kinder, die z.B. Entwicklungsverzögerungen, Sprachauffälligkeiten oder sozial-emotionale Störungen aufweisen.

Inklusion beschränkt sich nicht nur auf das Zusammensein von behinderten und nichtbehinderten Kindern, sondern sie schließt ein gemeinschaftliches Betreuungsangebot mit ein.
Bildung und Erziehung in der inklusiven Kindergruppe bedeutet allen Kindern die Möglichkeit zu geben, in ihrem eigenen Rhythmus entsprechend zu wachsen und sich zu entwickeln.
Um dies zu gewährleisten, gibt es in unserer Einrichtung unterschiedliche Fachkräfte, die für die Bedürfnisse aller Kinder zuständig sind:

  • Motopädin
  • Fachkraft für integrative und inklusive Pädagogik
  • Fachkraft für die U2/U3 Betreuung
  • Schutzfachkraft für Kindeswohlgefährdung
  • Fachkraft für Sprachförderung

Im Zuge der gemeinsamen Erziehung ist es für uns selbstverständlich, dass wir mit anderen Kindertageseinrichtungen sowie mit anderen Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe (z.B. Frühförderung, Ergotherapeuten, Logopädie) kooperieren und den Übergang zur Schule durch ausgiebige Gespräche mit dem Lehrpersonal unterstützen und pädagogisch begleiten. Außerdem bieten wir den erforderlichen Therapeuten die Möglichkeit, in unsere Einrichtung zu kommen, um vor Ort das Kind zu erleben und zu betreuen.

*Inklusive Pädagogik = Sie tritt ein für die Rechte aller Kinder, unabhängig von den Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen sowie von ihrer ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft.

 

 

U2/U3 Betreuung

Unsere Tageseinrichtung für Kinder ist auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kleinsten liebevoll ausgelegt:

  • kuschelige Rückzugsmöglichkeiten, Schaukeln
  • schiefe Ebenen, Podeste u.a.
  • Tastwände
  • ansprechende helle Räume
  • Spielmaterial für die Klein(st)en
  • altersgerechte Fahrzeuge

Eingewöhnungsphase
Wir möchten die Eingewöhnung eines jeden Kindes individuell gestalten. Durch das Berliner Eingewöhnungsmodell wird den Kindern, Eltern und Bezugspersonen die Möglichkeit gegeben, in den Alltag der Kindertageseinrichtung hineinzuwachsen. Die Kinder sollen sich angenommen und wohl fühlen.

Ein kurzer Einblick ins Berliner Eingewöhnungsmodell

Grundphase Die Mutter/der Vater/die Bezugsperson kommt zusammen mit dem Kind für eine Stunde in den Gruppenraum. Schwerpunkt – Spielsituation des Kindes. In den ersten drei Tagen findet kein Trennungsversuch statt. Erster Trennungsversuch – am 4./5. Tag verabschiedet sich die Bezugsperson einige Minuten nach der Ankunft im Gruppenraum von dem Kind. Sie verlässt den Raum, bleibt aber in der Einrichtung.

Stabilisierungsphase Für ca. sechs Tage werden die Zeiträume der Trennung von der Bezugsperson vergrößert. Diese bleibt in der Einrichtung. In der längeren Stabilisierungsphase (2-3 Wochen) findet ein neuer Trennungsversuch erst ab dem siebten Tag statt. Wenn sich das Kind von der Erzieherin trösten lässt, werden in den kommenden Tagen die Zeiträume der Trennung von der Bezugsperson vergrößert. Diese bleibt aber in der Einrichtung.

Schlussphase Die Bezugsperson hält sich nicht mehr in der Einrichtung auf, ist jedoch jederzeit telefonisch erreichbar.